„Lavendel-Duftsäckchen“ selber nähen.

Beruhigende Lavendel-Säckchen zum Einschlafen,
als Mottenschreck oder als Duftspender im
Auto oder Kleiderschrank.

Für 1 kleines Duftsackerl benötigt man:
Stoffreste (ca. 8 cm x 11 cm)
Stoffband weiß/lila
getrockneten Lavendel
getrockneten Rosmarin
weißes Garn
Vorlage: Lavendelsackerl

Stoffreste bügeln und die Vorlage (siehe Link oben) auf die Rückseite des Stoffes übertragen. Mit etwa ein bis zwei Zentimeter Rand um die Vorlagenlinie herumschneiden. Anschließend an der Mittellinie falten. Die zwei langen Seiten mit Stecknadeln befestigen, damit beim Nähen nichts verrutscht. Nun diese zwei Seiten mit der Nähmaschine oder per Hand an der Vorlagenlinie zusammennähen. Auf die richtige Seite drehen, damit die „schöne“ Seite des Stoffes außen ist. Der Rand der offenen kurzen Seite wird nun mit einer Zackenschere abgeschnitten. Mit getrocknetem Lavendel und Rosmarin füllen. Abschließend mit Stoffbändern eine Masche um die Öffnung binden.

Lavendel wirkt beruhigend, duftet wunderbar und soll im Kleiderschrank zusammen mit dem Rosmarin die Motten fernhalten. Den gleichen Effekt hat übrigens auch getrockneter Waldmeister.

 

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„Badesalz für Erkältungsbad“ mit Minze und Salbei.

Selbstgemachtes Badesalz zum Verschenken
oder für das eigene Erkältungsbad.
Mit Duftöl und getrockneten Kräutern.

Für 1 kleines Glas benötigt man:
250g Badesalz (grobes Meersalz)
1 TL Pfefferminze
1 TL Apfelminze
1 TL Salbei
1 TL Quendel
1 TL Oregano
1 TL Ringelblumen- und Rosenblüten
3 Tropfen äth. Pfefferminzöl

Das Meersalz mit dem ätherischen Pfefferminzöl vermengen und gut durchrühren. Die getrockneten Kräuter im Mörser oder in einer elektrischen Kaffeemühle zerkleinern. Zum Salz hinzugeben und noch einmal gut rühren. In ein sauberes Glas füllen und luftdicht verschließen. Etwas vom Badesalz wird im warmen Wasser aufgelöst. Das Bad wird bei Erkältung etwa 10 bis 20 Minuten genossen. Anschließend sollte man sich warm einpacken und ausruhen.

 

„Lavendel-Badekugeln“ für ein duftendes Sprudelbad.

Auf der Suche nach einer schönen Geschenkidee?
Selbstgemachte Badekugeln sind ideal für die kalte Jahreszeit.
Heiße Wanne einlassen und entspannen!

Für etwa 20 Badekugeln benötigt ihr:
150g Natron
50g Zitronensäure
75g Kakaobutter
10g Sheabutter
100g Milchpulver (zB Schafmilch)
30g Speisestärke
12g SLSA (Tensid)
6 Tropfen äth. Lavendelöl
3 EL Lavendelblüten

Alle trockenen Zutaten und das Tensid (mit Mundschutz) gut vermischen. Die Fette vorsichtig (<45°C) im Wasserbad schmelzen. Unter 40°C können die trockenen Zutaten, die getrockneten Lavendelblüten und das ätherische Öl hinzugefügt werden. Alles zusammen verkneten (Handschuhe nicht vergessen!) und kleine Kugeln formen. Danach für mindestens zwei Stunden oder am besten über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen. Anschließend luftdicht verpacken oder gleich schön verpackt an Freunde und Familie verschenken! Das Natron reagiert im warmen Badewasser mit der Zitronensäure und die Kugeln beginnen sich sprudelnd aufzulösen.

Eine andere Variante mit dem gleichen Grundrezept wären die selbstgemachten Badepralinen mit Rosenduft und Rosenblättern.

 

„Spinat-Risotto“ mit getrockneten Tomaten.

Schnelles, einfaches Rezept für
den kleinen Hunger. Statt Spinat kann saisonal
auch Bärlauch verwendet werden.

Zutaten (für 4 Personen):
400g Risottoreis
1,2 Liter Gemüsebrühe
1 Stk. Zwiebel
Öl
1 Schuss Weißwein
150g Spinat
100g getrocknete Tomaten
70g Parmesan
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Zwiebel fein hacken und in etwas Öl anbraten. Reis dazugeben und glasig werden lassen. Mit etwas Weißwein ablöschen und mit Brühe aufgießen. Bei kleiner Hitze köcheln lassen, bis das Risotto schön cremig ist. Die Tomaten klein schneiden und mit dem Spinat unter das Risotto vermengen. Zum Schluss den geriebenen Parmesan zugeben und abschmecken. Anrichten und heiß servieren!

„Zwetschgen-Streuselkuchen“ auf Mürbteigboden.

Saisonaler Streuselkuchen mit frischen
oder tiefgekühlten Früchten.

Am besten mit etwas Schlagobers und Vanillezucker.

 

Zutaten (für 1 runde Form):
250g Mehl
100g Butter
100g Zucker
1 Stk. Ei
1 TL Backpulver

ca. 30 Stk. Zwetschgen
120g Mehl
100g Butter
80g Staubzucker
1/2 TL Zimt

1 Becher Schlagobers
1 TL Vanillezucker

Zubereitung:
Die Zwetschgen waschen, halbieren und entkernen. Mehl mit kalter Butter, Backpulver und Zucker verbröseln. Das Ei vorsichtig einarbeiten. Den fertigen Mürbteig ausrollen und die runde Springform damit auslegen, so dass der Teig an den Rändern einige Zentimeter nach oben geht.

Für die Streusel den zweiten Zutatenblock (Mehl, kalte Butter, Zimt und Staubzucker) verbröseln. Eventuell einige Minuten in den Kühlschrank stellen. Mit einer groben Reibe Streusel herstellen. Nun die halbierten Zwetschgen auf dem Teigboden verteilen und die fertigen Streusel darüber verteilen. Bei 170°C für etwa 50 Minuten bei Umluft im Ofen backen. Auskühlen lassen. Den Obers mit etwas Vanillezucker aufschlagen und mit dem Kuchen servieren.

Tipp: Die Zwetschgen können auch tiefgekühlt für den Kuchen verwendet werden. Am besten schon halbiert und entkernt einfrieren. Die Früchte nicht auftauen lassen, sondern direkt auf dem Teigboden verteilen. Die Flüssigkeit verdunstet während dem Backen.

 

Pflegende „Tagescreme mit Kürbiskernöl“ für dein Gesicht.

Die selbstgemachte Kürbiscreme pflegt und beruhigt
die Haut. Sie unterstützt die Regeneration
und verleiht der Haut einen zarten Teint.

Für ca. 40 ml benötigt man:
30ml Wasser
4g Bienenwachs
6g Kakaobutter
5ml Kürbiskernöl
15ml Sonnenblumenöl
10ml Mandelöl
1 Tropfen Lavendelöl
2 Tropfen Geraniumöl

Das Wasser abkochen und auf etwa 60°C abkühlen lassen. Bienenwachs, Kakaobutter, Kürbiskernöl, Sonnenblumenöl und Mandelöl im Wasserbad schmelzen. Das abgekochte Wasser dazugeben und alles sehr gut vermischen. Vom Herd nehmen und die beiden ätherischen Öle (zB Lavendel und Rosengeranium) einmischen und rühren bis die Creme erkaltet ist. In vorbereitete, desinfizierte Tiegel abfüllen.

Morgens auftragen, einwirken lassen und die Reste anschließend mit Watte abtupfen.

Tipps:

  • Selbstgemachte Cremen haben nur eine begrenzte Haltbarkeit – also am besten nur jene Menge machen, die man auch in der nächsten Zeit verbrauchen kann.
  • Statt Sonnenblumenöl kann beispielsweise auch Rapsöl verwendet werden.
  • Wirklich rühren bis die Creme erkaltet ist! Füllt ihr sie zu früh in die Gefäße, setzen sich die schwereren Bestandteile am Boden ab und die Creme hat keine geeignete Konsistenz um sie gut auftragen zu können.

„Knusper-Gemüsesticks“ mit Kürbiskernöl-Dip.

Eine tolle Verwendung für
Brokkoli- und Karfiolreste. Mit einem Dip
aus heimischen Kürbiskernöl.

Zutaten (für 4 Personen):
1-2 Stk. Brokkoli(strunk)
1-2 Stk. Karfiol(strunk)
100g griffiges Mehl
2 Stk. Eier
1 Schuss Milch
Salz
80g Semmelbrösel
40g geriebene Kürbiskerne
Öl zum Frittieren

125ml Jogurt
4 EL Mayonnaise
1 TL Senf
2 EL Kürbiskernöl
1/2 Stk. Zitrone
Salz, Cayennepfeffer

Zubereitung:
Jogurt, Mayonnaise, Senf und Öl gut vermischen. Mit etwas Zitronensaft, Salz und Cayennepfeffer abschmecken. Kühl stellen.
Die Strünke von Brokkoli und Karfiol schälen und kleine, längliche „Pommes“ schneiden. Diese dann einige Minuten in Salzwasser bissfest kochen, abseihen, abschrecken und trocken tupfen. Die Gemüsesticks nun in Mehl wenden, durch ein versprudeltes Eier-Milch-Salz-Gemisch ziehen und in einer Semmelbrösel-Kürbiskern-Mischung wälzen. Im prasselnden Fett vorsichtig goldbraun herausbacken und anschließend auf etwas Küchenpapier abtropfen lassen. Heiß anrichten und gleich mit dem Jogurt-Dip und einer Zitronenscheibe servieren.

Abgewandeltes Rezept aus der Zeitschrift „Servus in Stadt & Land“, Ausgabe September 09/2017.

„Quinoa-Salat“ mit Gemüse und Ziegenkäse.

Salat im Glas mit frischem Gemüse.
Auch ideal für die Lunchbox.
Perfekt für den Uni-Start kommende Woche!

Zutaten (für 6 Personen):
250g Quinoa
0,5 Liter Wasser
1/2 Würfel Suppenwürze
1 Stk. Paprika
1/2 Stk. Salatgurke
1 Stk. Zucchini
2 Stk. Tomaten
1/2 Stk. Lauch
1 Glas Ziegenkäsebällchen
Minze, Zitronenthymian
Zitronensaft
Essig, Öl, Wasser
Salz, Zucker, Pfeffer

Zubereitung:
Quinoa in doppelter Menge Gemüsebrühe ca. 15 min kochen, abseihen und auskühlen lassen. Gemüse und Käse in mundgerechte Stücke schneiden. Kräuter hacken. Marinade aus 2 Teilen Essig, 2 Teilen Wasser, 1 Teil Öl, einer Prise Salz und einer Prise Zucker herstellen. Den kalten Quinoa hinzufügen und anschließend alles vermengen. Mit Salz, Pfeffer, Essig und Zitronensaft abschmecken.
Kühl stellen und servieren!

„Birnen-Streuselkuchen“ – knusprig und süß.

Die Ernte im Obstgarten hat begonnen.
Die eigenen Birnen lassen sich schlecht lagern und werden
daher gleich zu leckerem Kuchen verarbeitet.

Zutaten (für 1 kleines Blech):
1kg Birnen
1 Stk. Zitrone
100g Kristallzucker
20 Stk. Biskotten
250g Butter
130g Staubzucker
1 Pkg. Vanillezucker
Zitronenschale
1 TL Zimt
2 Stk. Eier
330g Mehl
10g Backpulver

150g Mehl
100g Butter
100g Kristallzucker
Zimt, Vanillezucker
Margarine

Zubereitung:
Die Birnen schälen, entkernen und dünnblättrig schneiden. Mit dem Saft einer Zitrone etwas dünsten, Zucker beigeben und auskühlen lassen. Biskotten zu Bröseln verarbeiten.
Für den Kuchenboden die weiche Butter mit Staubzucker, Vanillezucker, etwas geriebener Zitronenschale und Zimt schaumig rühren. Eier nach und nach zugeben. Mehl mit Backpulver vorsichtig unterheben.
Für die Streusel  das Mehl, Butter, Zucker und Geschmackszutaten rasch zu einem Teig verkneten. In der Zwischenzeit kühl stellen.
Eine Backform mit flüssiger Margarine einfetten. Nun den Teig gleichmäßig darin verteilen. Anschließend einen Teil der Biskottenbrösel auftragen und einen Teil mit dem Birnenkompott vermengen, damit die Flüssigkeit gebunden wird. Die Birnen dann ebenfalls auf dem Teig verteilen. Die Streusel als Abschluss darüber reiben. Bei 170°C für etwa 50 Minuten backen.

#19 Sommer 2017: WWOOFING für Anfänger! 🌿

Hey Ihr Lieben!

„Eines Tages, Baby, werden wir alt sein,
oh Baby, werden wir alt sein
und an all die Geschichten denken,
die wir hätten erzählen können.“
[…]

Das Geheimnis wird nun endlich gelüftet! Dem/der ein oder anderen Leser/in dürfte aufgefallen sein, dass ich die letzten eineinhalb Monate nicht ganz so aktiv auf dem Blog war. Wie der Titel schon verrät, habe ich dieses Sommer einige Wochen der studienfreien Zeit genutzt, um WWOOFing (=World-Wide Opportunities on Organic Farms) auszuprobieren. Das heißt: Ich war für in Summe sechs Wochen als freiwillige Helferin auf Bio-Bauernhöfen um dort mitanzupacken. All zu weit weg hat es mich allerdings nicht verschlagen – beide Betriebe lagen in meinem Heimatland Österreich. Für alle die es genau wissen wollen: Der eine Hof war 120 Kilometer entfernt, der zweite etwa 400 Kilometer. 😜😉

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, warum ich auf fremde Höfe fahre um dort mitzuhelfen, obwohl doch meine Eltern selbst einen kleinen, landwirtschaftlichen Betrieb führen!? Mehrere Gründe haben mich dazu bewegt:
1.) Mein Interesse an der Landwirtschaft und speziell das Interesse am Kräuteranbau. Ich finde es immer wichtig „über den eigenen Horizont“ hinauszublicken und in meinen jungen Jahren so viele Erfahrungen wie möglich zu sammeln. Jetzt habe ich die Zeit dazu und ich habe vieles gelernt, was ich unter Umständen sehr gut brauchen kann, um meine Zukunftspläne in die Tat umzusetzen.
2.) Der Wunsch mich freiwillig (ohne Bezahlung) zu engagieren und die Leute auf kleinen Betrieben (welche sich z.B. noch keine Arbeiter leisten können) zu unterstützen, um ihren Traum vom eigenen Unternehmen zu verwirklichen.
3.) Reisen! Auch wenn es nur innerhalb der Staatsgrenze ist. Mein Heimatland hat noch so viele schöne Ecken zu bieten, welche ich noch nicht gesehen habe. Auch das ist mir diesen Sommer wieder einmal mehr bewusst geworden. An meinen freien Tagen, hatte ich Zeit mir die Umgebung etwas anzuschauen. Wandern und Sightseeing, neue Leute, Sprachen und Kulturen kennenlernen – auch das ist Teil des WWOOFings.

Mein Fazit:
Ich hatte mit beiden Betrieben sehr, sehr großes Glück. Beide Gastfamilien bzw. Höfe waren trotz des gleichen Betriebsschwerpunktes sehr unterschiedlich und ich konnte viele verschiedene Erfahrungen sammeln – sei es auf menschlicher Ebene, als auch während der praktischen Arbeit. Es sollte einem jedoch bewusst sein, dass man als „Familienmitglied auf Zeit“ auch mit gewissen Problemen konfrontiert werden kann, mit denen man vielleicht im ersten Moment gar nicht rechnet. Ein WWOOFing-Aufenthalt geht weit über ein „normales“ Arbeitsverhältnis hinaus, was aber auch im Umkehrschluss die Chance bietet, längerfristige Kontakte und Freundschaften zu knüpfen.
Die vielen gesammelten Erfahrungen gingen weit über die fachlichen, landwirtschaftlichen Kenntnisse hinaus. Ich habe auch mit ansehen können, wie schwierig es ist, sich ein eigenes Unternehmen aufzubauen und mit welchen Risiken es verbunden ist. Und ich habe die Erfahrung gemacht, wie privilegiert ich mich fühlen darf, in so gefestigten Familienverhältnissen aufzuwachsen, wie es bei uns zu Hause der Fall war. Außerdem habe ich einmal mehr erfahren dürfen, wie schwierig die Lage der landwirtschaftlichen Betriebe in einem klein-strukturierten Land wie Österreich ist. Andererseits habe ich aber auch interessante Lösungsansätze für ein Überleben dieser kleinen, aber durchaus einzigartigen Betriebe kennenlernen dürfen.
Ich muss zugeben, dass es für mich anfangs schwierig war, so ganz ohne finanziellen Anreiz bis zu 60 Stunden pro Woche zu arbeiten und meine Arbeit so gut als möglich zu verrichten, obwohl ich selbst im ersten Moment keinen direkten Nutzen daraus ziehe. Je länger ich es aber gemacht habe, desto mehr konnte ich feststellen welche Hilfe ich für meine Gastfamilien in vielen Situationen sein konnte – ich brauchte einfach nur etwas Zeit um das festzustellen. Und indirekt hatte ich selbst ja doch einen „Nutzen“ daraus gezogen, es war mir vielleicht zu Beginn einfach noch nicht so ganz  bewusst welchen. ☺️

Alles in allem war es eine sehr schöne und lehrreiche Zeit – die viel zu schnell vorübergegangen ist. Ich kann diese Form des „sozialen Engagements“ wirklich jeden an Herz legen, der Interesse an der Landwirtschaft hat und sich vielleicht auch mal eine Auszeit vom Alltag nehmen möchte. Wenn man die Zeit hat (und die hat man in den meisten Fällen, man muss sie sich nur einfach öfter nehmen!) und die finanzielle bzw. soziale Lage es zulässt, können solche Aufenthalte eine wahre Bereicherung für das eigene Leben sein!💕

„Und eines Tages, Baby, werden wir alt sein,
oh Baby, werden wir alt sein
und an all die Geschichten denken –
die für immer unsere sind.“

aus One Day/Reckoning Text
von Julia Engelmann

Bis bald!
Euer Landei